LEBENSWERTES Klaus / GRÜNE

Mobilitätswende voranbringen

Wie aktuell die Themen der Mobiltätskarte sind, zeigt die aktuelle Piublikation VCÖ-Publikation "In Gemeinden und Regionen Mobilitätswende voranbringen" des .... des VCÖ.

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Nun wird es Zeit, dass wir uns in der Gemeinde mit dem Thema beschäftigen und mehr passiert.

Wie leben wir 2049?

Am 23. Februar hat Radio Vorarlberg eine Focus Sendung ausgestrahlt, die wir zum Nachhören empfehlen wollen. Aus der Sendebeschreibung: Gerald Koller, Risikopädagoge und Entwickler des Modells der Resonanzpädagogik, spricht in „Focus“ über das Thema: „360 Grad Respekt – für Generationen vor und nach uns, für Kulturen, Pflanzen und Tiere“. Gerald Koller lädt auf eine Zeitreise ins Jahr 2049 ein. Der 30. Jänner 2049 ist Kollers Kunstgriff, um individuelle, aber auch kollektive Veränderungen zu beschreiben. Es kommt nicht von ungefähr, dass Koller Greta Thunberg erwähnt: Die junge schwedische Klimaschutzaktivistin hat mit ihrem selbstbewussten Auftritt vor der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz für Aufsehen gesorgt. Mit dem von ihr initiierten Schulstreik für das Klima möchte sie erreichen, dass Schweden das Übereinkommen von Paris einhält.

Link zur Sendung: https://vorarlberg.orf.at/radio/stories/2966170/

Insekten- und Vogelsterben

Anfang Februar haben viele Medien über das Insektensterben berichtet. Anlaß war eine australische Studie dazu. Am 12.2 war dazu der Botaniker und Biodiversitätsforscher Martin Lödl im ZiB 2 Interview. Auch Online berichtet der ORF: https://orf.at/stories/3111089/

Die Berichte und Reaktionen schätzen die Situation von "ökologischer Katastrophe" bis "Kollapsszenarien sind (noch) nicht nötig" ein.

Die Frage nach den Gründen beantwortet Lödl mit dem Verlust an normalen Lebensräumen. Der ergibt sich aus der industriellen Landwirtschaft mit den Äckern, die keinen Platz mehr für Gstettn (Brachland) ist, dem Einsatz von Insektiziden und Pestiziden und dem nicht aufhörenden Versiegelung von Böden. Er betont die Gefahr für das Netzwerk der Natur. Wenn da ein Baustein fehlt, beginnt das Netzwerk zu rutschen. Schlimm ist der Verlust jener Insekten, die für die Bestäubung notwendig sind.

Interessant, wie Wissenschaftler die Frage beantworten, wie man die Situation verbessern könnte. Sie schlagen vor, nichts zu tun. Keine Flüsse mehr begradigen, keine Tümpel trockenlegen, Wiese statt Rasen. Man soll die Landschaft einfach in Ruhe lassen.

Verkleinern wir also unsere Rasenflächen, pflanzen wir einheimische Büsche und lassen doch öfters Unkraut und Brennesseln einfach stehen.

Was macht der Mord in Dornbirn mit Vorarlberg?

Lesen Sie dazu den klugen Kommentar von Johannes Rauch in der Online-Ausgabe der Tageszeitung "Der Standard" vom 9.2.2019. Im übrigen eine sehr lesenswerte Wochenendausgabe mit dem Schwerpunkthema "Zukunft".

und einen weiteren Kommentar von Heinz Vogel.

Mobilitätskarte

Anfang Februar wurde den Haushalten eine "Mobilitätskarte Klaus 2019" zugestellt. Zweck der Karte ist, mehr Menschen zur Benutzung des ÖPNV und innerorts fürs Gehen statt Fahren zu motivieren. Mehr ...  

Klimakonferenz in Katowice

Dieser vorher letzte Beitrag des Jahres 2018 soll, weil er so beeindruckend ist, auch am Beginn des Jahres 2019 stehen.

Seit der Weltklimarat im Oktober den Sonderbericht veröffentlicht hat, wird zumindest wieder über den Klimawandel geredet. Die politischen Delegierten auf der Weltklimakonferenz in Katowice hat der Bericht immer zu wenig beeindruckt. Die Ergebnisse sind ziemlich mager.

Aufsehen hat die Rede der 15-jährigen Greta Thunberg erregt. Ein 15-jähriges Mädchen aus Schweden wurde bekannt, weil sie immer wieder für einzelne tage die Schule schwänzt um für die dringend notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Klimas zu kämpfen. Wie sie es geschafft hat, eine Rede auf der Klimakonferenz in Katowice zu halten, weiß ich nicht. Aber seit dieser Rede ist sie weltberühmt. Man kann die Rede auf mehreren Websites abrufen, hier der Link zu youtube (noch kann man die Werbung zum Glück überspringen): https://www.youtube.com/watch?v=LZmfkAX61BM

Die ins Deutsche übersetzte Rede im Wortlaut:

Mein Name ist Greta Thunberg. Ich bin 15 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich spreche im Namen der Initiative «Climate Justice Now». Viele Menschen sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es egal ist, was wir tun. Aber ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, um einen Unterschied zu machen. Wenn ein paar Kinder auf der ganzen Welt Schlagzeilen machen können, indem sie einfach nicht zur Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir gemeinsam erreichen könnten, wenn wir es wirklich wollen würden.
Aber um das zu tun, müssen wir klar sprechen. Ganz egal, wie unangenehm das sein mag. Ihr sprecht nur von grünem, ewigem Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst habt, euch unbeliebt zu machen. Ihr sprecht nur darüber, mit den immer gleichen schlechten Ideen weiterzumachen, die uns in diese Krise geführt haben. Und das, obwohl die einzige vernünftige Entscheidung wäre, die Notbremse zu ziehen. Ihr seid nicht einmal erwachsen genug, die Wahrheit zu sagen. Sogar diese Bürde überlasst ihr uns Kindern.
Aber mir ist es egal, ob ich beliebt bin. Ich will Gerechtigkeit in der Klimafrage und einen Planeten, auf dem wir leben können. Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass ein paar wenige Menschen auch weiterhin enorme Summen an Geld verdienen können. Unsere Umwelt wird geopfert, damit reiche Menschen in Ländern wie meinem in Luxus leben können. Es ist das Leid vieler Menschen, das für den Luxus dieser wenigen Menschen bezahlt.
Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Falls ich Kinder habe, werden sie diesen Tag vielleicht mit mir verbringen. Vielleicht werden sie mich nach euch fragen. Vielleicht werden sie fragen, warum ihr nichts unternommen habt, solange es noch Zeit gab, um zu handeln. Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt. Und trotzdem stehlt ihr ihnen ihre Zukunft, direkt vor ihren Augen. Solange ihr euch nicht darauf konzentriert, was getan werden muss, sondern darauf, was politisch möglich ist, gibt es keine Hoffnung.
Wir können keinen Ausweg aus dieser Krise finden, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln. Wir müssen die fossilen Brennstoffe im Boden lassen. Und wir müssen uns auf Gerechtigkeit konzentrieren. Und wenn Lösungen in diesem System so schwer zu finden sind, dann müssen wir vielleicht das System ändern.
Wir sind nicht hier her gekommen, um die Spitzenpolitiker der Welt anzubetteln. Ihr habt uns in der Vergangenheit ignoriert. Und ihr werdet uns wieder ignorieren. Euch gehen die Entschuldigungen aus. Und uns geht die Zeit aus. Wir sind hier her gekommen, um euch wissen zu lassen, dass Veränderung kommen wird, ob es euch gefällt oder nicht. Die echte Macht liegt bei den Menschen.

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